GesundheitswegeAnita Schlüchter · Sumiswald

Worauf es wirklich ankommt · Teil 8

Kohlenhydrate oder Fette? Warum die «perfekte» Verteilung ein Mythos ist

Low Carb, Keto, fettarm – kaum ein Thema sorgt für mehr Verunsicherung. Die gute Nachricht: Du musst dich gar nicht entscheiden. Was wirklich zählt, ist etwas viel Einfacheres – und vor allem alltagstauglicher.

Lesezeit ca. 4 Min. von Anita Schlüchter, Integrative Ernährungsberatung EMR

Vielleicht kennst du das: Die eine Freundin schwört auf Low Carb, die nächste auf Keto. Im Internet liest du, Fett sei das Problem – oder eben doch der Zucker. Am Ende bleibt vor allem ein Gefühl zurück: Egal was ich tue, irgendwie ist es falsch.

Genau dieses «Alles-oder-nichts»-Denken macht müde – und hält dich im Diäten-Karussell gefangen. Lass uns das gemeinsam entwirren. Ohne Dogmen, dafür mit dem, was die Forschung tatsächlich sagt.

Die wichtigste unwichtige Frage

Innerhalb einer ausgewogenen Ernährung spielt das genaue Verhältnis von Kohlenhydraten zu Fetten eine erstaunlich kleine Rolle. Keiner der beiden Nährstoffe ist «böse» – beide gehören dazu.

!Mythos

Es gibt die eine perfekte Aufteilung von Kohlenhydraten und Fetten, die den entscheidenden Unterschied macht.

Wahrheit

Sobald die Gesamtmenge an Energie und genügend Eiweiss stimmen, sind die Unterschiede kaum spürbar.

Entscheidend ist also nicht das perfekte Verhältnis, sondern: Wie viel Energie nimmst du insgesamt auf, bekommst du genügend Eiweiss – und kannst du das über Wochen und Monate gut durchhalten?

Was die Forschung sagt

«Gute» und «böse» Kohlenhydrate – Zucker und Obst

«Der Schlüssel liegt nicht in der perfekten Aufteilung, sondern in dem, was du langfristig wirklich durchhältst.»

Die einzige echte Regel

So entspannt das klingt – ein Punkt bleibt wichtig: Geh nie dauerhaft unter ein gewisses Mindestmass. Dein Körper braucht sowohl Fette als auch Kohlenhydrate – für Hormone, Energie, Konzentration und dein Wohlbefinden. Statt einen der beiden komplett zu streichen, geht es um genug von beidem.

Eine Orientierung für den Alltag

Wenn du trotzdem einen groben Anhaltspunkt magst – hier eine Orientierung, keine starre Vorgabe:

Eiweiss

die tragende Säule
ausreichend, oft mehr als gedacht

Fette

ca. 25–35 %
der täglichen Energie · nie ganz weglassen

Kohlenhydrate

der Rest
je nach Vorliebe & Alltag

Diese Werte stammen aus der (sportlich ausgerichteten) Ernährungsforschung. Dein persönlicher Bedarf – gerade in den Wechseljahren – kann anders aussehen. Genau das schauen wir individuell an.

Das nimmst du mit

Dein Weg – ganz konkret

Du möchtest wissen, wie das für dich aussieht – ohne Verbote und ohne Diäten-Karussell? In meiner Ernährungsberatung finden wir gemeinsam deinen alltagstauglichen Weg. Ein guter erster Schritt kann der BalanceTest sein: eine Standortbestimmung deiner Fettsäuren, damit wir beim Thema «Fette» nicht raten, sondern wissen.

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Die Ernährungsberatung ist EMR-anerkannt – je nach Zusatzversicherung werden die Kosten ganz oder teilweise zurückerstattet.
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Bildung und ersetzt keine individuelle ernährungstherapeutische oder ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Fachperson.

Quellen

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